PMM Services GmbH & Co. KG logo
· Keine Kommentare -->

Wann wird ein Hobby zur Bedrohung?
Mit jedem Anschlag, Attentat oder Amoklauf geraten sie wieder kurzfristig in den Focus des Interesses und der Kritik der Öffentlichkeit – die Waffenbesitzer und Sportschützen einerseits – und die Computerspiele und Simulatoren andererseits. Forderungen nach schärferen Waffengesetzen und Restriktionen und Verbote für Ego-Shooter & Co. werden laut.

Die Gefahr, die von Waffen in Privatbesitz und Computerspielen, die das Reaktionsvermögen und das Zielen mit Waffen aller Art trainieren können, ist Thema vieler Studien…

Doch sollten nicht auch andere Hobbys näher in Augenschein genommen werden, die das Potential bergen können, Mittel zum Zweck eines Anschlags zu werden?

Kleinflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge und selbst Paraglider können mit der „richtigen Payload“ in den falschen Händen gezielt für Anschläge mit katastrophalen Folgen genutzt werden. Aber rechtfertigt das einen Background-Check der Eigner, Piloten und Flugschüler?

Und was ist mit dem Bereich ‚Modellbau’? Sollte man Modellflugzeuge und -helikopter mit einer Tragkraft von mehr als X kg Zuladung verbieten, weil sie – ausgestattet mit Kameras und/oder Sprengstoff – in Krisengebieten oder auch hier vor Ort zu einer tödlichen Bedrohung werden können? Wie sind Internetforen zu bewerten, in denen Modellbauer u.a. mit Videos die Leistungsfähigkeit Ihrer selbst gebauten UAVs demonstrieren und bereitwillig mit Tipps und Tricks Hilfesuchende unterstützen?

Bis zum 11. September habe ich als „Zivilist“ Flugzeuge – egal ob real oder als Modell – nicht als potentielle Bedrohung betrachtet… Heute zeigt die Werbung bereits, dass man mit seinem Handy per Apps einen Mini-Helikopter steuern kann. Auf youtube.com kann man schon die erste Erweiterung dazu sehen: zwei Apps-kontrollierte Mini-Helikopter führen – real gesteuert – einen virtuellen Kampf auf dem iPhone aus. Der Grundstein für eine neue Art der Bedrohung ist gelegt…

Geschrieben vom Monika Wetzels.