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Warum Flugzieldarstellung als Dienstleistung in Deutschland? 
Im Rahmen der Bundeswehrreform und der  Transformationen ist mir in den letzten Monaten häufig die Frage gestellt worden, wie andere Länder  es mit der Durchführung von Flugzieldarstellung  halten. Wenn man die Frage auf Europa bezieht,  sind wir nach unserem Informationsstand in Deutschland so ziemlich die einzigen die diese Arbeiten an zivile Firmen vergeben.

Die überwiegende Anzahl von  Ländern in Europa lassen die Flugzieldarstellung durch eigene militärische und zivile Mitarbeiter durchführen. Andere vergeben die Leistungen an zivile staatliche Einrichtungen.Warum kann so etwas auch nicht in Deutschland durchgeführt werden, zumal im Zuge der Umstrukturierung viele qualifizierte Soldaten  und  Zivilisten zur Verfügung stehen würden?

Könnte ein Grund sein, dass die Flugabwehr mehr und mehr in den Hintergrund rückt und als nicht benötigt  angesehen wird? Kaum vorstellbar, aber Aussagen dieser Art kursieren mehr und mehr in der Bundeswehr. Ein Indiz dafür könnte die Auflösung der Heeresflugabwehrtruppe sein.

Wenn dem so ist, stimmt der Ansatz, dass diese Leistungen nicht originäre Aufgaben der Bundeswehr sind, sondern hinzu gekauft werden können. Das geht natürlich nur solange gut, wie es für die zivilen Firmen sich rechnet alle erforderlichen Kapazitäten vorzuhalten um diese Arbeiten durchführen zu können. Weltweit gesehen gehen die Forderungen nach Flugzieldarstellung kontinuierlich zurück. Insbesondere ist hier die geschleppte Zieldarstellung betroffen. Ausnahmen gibt es  in Bereichen wie ELOKA und Nutzung von zivilen Flugzeuge anstelle vorhandener  Militärflugzeugen aus Kostengründen.

Ich bin der Überzeugung, dass dieses Thema in der nächsten Zeit weiter diskutiert werden wird. Es würde mich sehr interessieren wie die Besucher unseres Blogs dies sehen.

Artikel geschrieben von Bernhard Pattberg